Atemberaubend und schön zugleich.

Der aus einem Investorenwettbewerb hervorgegangene Entwurf ist atemberaubend und schön zugleich. Er versteht die Allmend als grossen Freiraum, welcher der Allgemeinheit für viele verschiedene Bedürfnisse dient und in Luzern eine wichtige, attraktive Grünfläche ist. Das Projekt der Gesamtanlage mit Fussballstadion, Sportgebäude und HOCHZWEI steht für eine offene Bebauung, welche die verschiedenen Gebäudevolumen konzentriert in die Weite des Allmendraumes platziert. Was sich etwas kompliziert liest, überzeugt bei einem Augenschein umso deutlicher. Den Projektverantwortlichen war wichtig, dass so und nicht anders gebaut wird. Denn nur dank dieser Herangehensweise kann der bestehende Freiraum weiterhin als zusammenhängend erlebt werden.

Auffallend sind die weichen und organischen Formen der Hochhäuser, die gänzlich ohne scharfe Eckausbildungen der Baukörper auskommen. Aus jeder Perspektive zeigt sich dem Betrachter ein anderes Bild. Die Gebäudehülle präsentiert sich von aussen wie eine kompakte, eng anliegende Haut. Erst auf den zweiten Blick werden die Balkone sichtbar, die sich hinter den vertikalen Aluminiumprofilen in Einschnitten verbergen. Gold- und Blautöne dominieren die Farbgebung, die dem gesamten Ensemble eine moderne und zugleich edle Gestalt verleihen. 

Die Aussenräume werden durch die Gestalt der Baukörper definiert, fliessen ineinander über und ergiessen sich in die Ebene der Allmend. Umgekehrt wird der offene Raum der Allmend im Bereich der Gebäude verdichtet und zu parkartigen Vorbereichen der Eingangszone hingeführt. Wer genau hinschaut, wird bemerken, dass die Referenzen für die vorgeschlagene Architektursprache in klassischen Elementen von Parkanlagen, wie beispielsweise Zäune, Gittertore und Lauben, zu finden sind. Der aus diesen Vorbildern entwickelte filigrane Ausdruck der Architektur verweist auf die Atmosphäre von Parklandschaften und Aussensportanlagen.

Wohnen in HOCHZWEI bietet fantastische und neue Perspektiven. Und bei einigen Wohnungen sogar einen direkten Blick ins Fussballstadion. Wer dazu der Radioübertragung lauscht oder den Fernseher einschaltet, kann ganz neue, multimediale Eindrücke gewinnen.