Wohnen um zu Leben.

Paul Johannes Tillich, amerikanischer Theologe und Philosoph, hielt schon 1960 treffend fest, was uns heute wichtig ist – wir wohnen nicht, um zu wohnen, sondern wir wohnen, um zu leben. Klingt einfach und logisch und wird glücklicherweise immer mehr zu einem zentralen Thema zeitgemässer Projektentwicklung.

Der aus einem Investorenwettbewerb hervorgegangene Entwurf ist atemberaubend und schön zugleich. Er versteht die Allmend als grossen Freiraum, welcher der Allgemeinheit für viele verschiedene Bedürfnisse dient und in Luzern eine wichtige, attraktive Grünfläche ist. Das Projekt der Gesamtanlage mit Fussballstadion, Sportgebäude und HOCHZWEI steht für eine offene Bebauung, welche die verschiedenen Gebäudevolumen konzentriert in die Weite des Allmendraumes platziert.

Auffallend sind die weichen und organischen Formen der Hochhäuser, die gänzlich ohne scharfe Eckausbildungen der Baukörper auskommen. Aus jeder Perspektive zeigt sich dem Betrachter ein anderes Bild. Die Gebäudehülle präsentiert sich von aussen wie eine kompakte, eng anliegende Haut. Erst auf den zweiten Blick werden die Balkone sichtbar, die sich hinter den vertikalen Aluminiumprofilen in Einschnitten verbergen. Gold- und Blautöne dominieren die Farbgebung, die dem gesamten Ensemble eine moderne und zugleich edle Gestalt verleihen.